PlayStation-Abwärtskompatibilität im Überblick: Fünf Konsolengenerationen, drei grundverschiedene Prozessorwelten und zahllose Neuauflagen. Wer alte PlayStation-Spiele auf neuer Hardware nutzen will, trifft schnell auf Ausnahmen. Dieser Guide trennt Disc-Unterstützung, Emulation, Neuauflagen und Streaming. Denn nicht jedes alte Spiel im Store macht die neue Konsole abwärtskompatibel.
Die kurze Antwort lautet: Eine PlayStation 5 spielt nahezu die gesamte PS4-Bibliothek, aber keine PS1-, PS2- oder PS3-Discs. Eine PlayStation 3 liest in allen Modellreihen viele PS1-Spiele, PS2-Kompatibilität besitzen dagegen nur bestimmte frühe Geräte. Die PlayStation 2 wiederum ist der unkomplizierteste Nachfolger für PS1-Discs. Hinter diesen scheinbar willkürlichen Grenzen steckt eine klare technische Geschichte.
Was bedeutet PlayStation-Abwärtskompatibilität?
Abwärtskompatibilität heißt: Eine neuere Konsole kann Software einer älteren Generation ausführen. Das kann mit erhaltener Hardware, kompatiblen Betriebsmodi oder Emulation gelingen. Emulation ist also kein Gegenbegriff zur Abwärtskompatibilität, sondern eine mögliche technische Umsetzung.
- Original-Disc: Du verwendest deinen bisherigen Datenträger auf einem unterstützten Nachfolgesystem.
- Digitaler Klassiker: Ein ausgewähltes Spiel wird als angepasstes Paket angeboten. Daraus folgt keine Unterstützung für deine alte CD oder DVD.
- Port, Remaster oder Remake: Du spielst eine eigene Veröffentlichung für die Zielplattform, nicht automatisch deine bisherige Fassung.
- Cloud-Streaming: Das Spiel läuft auf einem Server. Deine Konsole überträgt Eingaben und empfängt Bild und Ton.
Im Alltag zählt deshalb nicht nur der Spielname. Fassung, Lizenz, Konsole und Zubehör müssen zusammenpassen. Ein günstiges Gebrauchtspiel hilft wenig, wenn nur eine andere digitale Ausgabe unterstützt wird.
Welche PlayStation spielt welche Spiele? Die Kompatibilitätstabelle
| Originalspiel | PS1 | PS2 | PS3 | PS4 | PS5 |
|---|---|---|---|---|---|
| PS1 | Ja | Größtenteils | Größtenteils | Keine Discs; ausgewählte Neuveröffentlichungen | Keine Discs; ausgewählte Klassiker digital |
| PS2 | Nein | Ja | Nur bestimmte frühe Modelle | Keine Discs; ausgewählte Ports/„PS2 Classics“ | Keine Discs; ausgewählte digitale Fassungen |
| PS3 | Nein | Nein | Ja | Keine Discs; Auswahl per Cloud-Streaming | Keine Discs; Auswahl per Cloud-Streaming |
| PS4 | Nein | Nein | Nein | Ja | Nahezu vollständig; wenige Ausnahmen |
| PS5 | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja |
Die Tabelle zeigt die Grundregel, nicht jede regionale oder modellspezifische Ausnahme. Auch ein passendes Disc-Format garantiert nichts: Die Konsole muss den Prozessor, Grafikchip, Speicherzugriff, Kopierschutz und zahlreiche Eigenheiten des alten Systems korrekt nachbilden. Hinzu kommen Regionalsperren, nicht mehr verfügbare Lizenzen und Spiele, deren Online-Funktionen abgeschaltet wurden.
PS1-Spiele auf PS2 und PS3: der vergleichsweise einfache Weg
Die PlayStation 2 wurde 2000 auch deshalb zum attraktiven Generationswechsel, weil sie den größten Teil der PS1-Bibliothek weiterverwendete. Sony setzte hierfür auf Hardware-Unterstützung: Bestandteile des Vorgängers lebten im neuen System weiter und übernahmen kompatible Aufgaben. Das Ergebnis war überzeugend, aber nie absolut. Einzelne Titel zeigen Grafikfehler, stürzen ab oder funktionieren gar nicht. Auch regionale Beschränkungen bleiben bestehen.
PS1-Spielstände auf der PS2: Die richtige Memory Card zählt
Zum Speichern und Laden im PS1-Spiel brauchst du auf der PS2 eine für PlayStation-Spiele geeignete Memory Card. Eine 8-MB-PS2-Karte ersetzt sie nicht. Es gibt aber einen nützlichen Unterschied: Du kannst PS1-Spielstände zur Aufbewahrung auf eine PS2-Karte kopieren. Zum Weiterspielen müssen sie zurück auf eine PS1-Karte. PS2-Spielstände passen umgekehrt nicht auf die PS1-Karte. Sony beschreibt das im PS2-Handbuch, Seiten 18–19.
Prüfe beim Gebrauchtkauf also nicht nur, ob das Startlogo erscheint. Lade einen vorhandenen Spielstand und sichere einen neuen auf einer eigenen Karte. Das testet eine Funktion, die in einer kurzen Verkaufsvorführung leicht untergeht.
Auch die PS3 unterstützt einen großen Teil der PS1-CDs, einschließlich späterer Slim- und Super-Slim-Modelle. Die Umsetzung erfolgt hier über Systemsoftware und virtuelle Memory Cards auf der Festplatte. Sony selbst bezeichnet die Kompatibilität in den Handbüchern vorsichtig als eingeschränkt: Nicht jedes Spiel verhält sich exakt wie auf dem Original. Wer ein bestimmtes Nischenspiel bewahren will, sollte deshalb die Modell- und Titellisten prüfen und das Originalgerät nicht vorschnell ausmustern.
Virtuelle Memory Cards auf der PS3 einrichten
Auf der PS3 liegen die Karten als Dateien auf der Festplatte. Unter Spiel → Memory Card-Dienstprogramm (PS/PS2) legst du eine neue interne Karte für das passende Format an und weist ihr einen Steckplatz zu. Erst dann kann das Spiel darauf zugreifen. Achtung: Ein Menüpunkt für eine interne PS2-Karte beweist keine PS2-Disc-Kompatibilität. Sony weist in der PS3-Kurzanleitung auf Seite 22 ausdrücklich auf diesen Unterschied hin.
PS2-Spiele auf PS3: Welche Modelle sind abwärtskompatibel?
Die komplizierteste Episode betrifft PS2-Spiele auf der PlayStation 3. Frühe, hochpreisige Startmodelle enthielten je nach Region PS2-Chips oder eine Mischlösung aus Hardware und Software. Damit liefen viele PS2-Discs direkt. Allerdings war die damalige Modelllandschaft unübersichtlich: Gehäuseform oder Festplattengröße allein sind kein verlässlicher Beleg. Verlass dich auf die genaue CECH-Modellnummer auf dem Typenschild, nicht auf „Fat“, „60 GB“ oder „80 GB“ im Verkaufstitel. Eine Festplatte lässt sich austauschen; die Kompatibilität ändert sich dadurch nicht.
Diese frühen PS3-Modelle unterstützen PS2-Discs
| Verkaufsregion | Von Sony aufgeführte Modelle |
|---|---|
| Europa, Australien und Neuseeland | CECHC02, CECHC03, CECHC04, CECHC08 |
| USA und Kanada | CECHA01, CECHB01, CECHE01 |
| Japan | CECHA00, CECHB00 |
Die offizielle PS3-Modellübersicht nennt weitere regionale Varianten und warnt vor abweichendem Verhalten einzelner Spiele. Ein gelistetes Gerät garantiert nicht, dass jeder Titel läuft. PS3 Slim und Super Slim unterstützen keine PS2-Discs.
Für einen Kauf aus zweiter Hand heißt das: Lass dir ein lesbares Foto des Typenschilds schicken und möglichst genau dein Wunschspiel vorführen. Bei Importgeräten musst du zusätzlich die Region der PS1- und PS2-Spiele beachten. Eine US-Konsole ist nicht automatisch der richtige Ersatz für eine deutsche PAL-Sammlung.
Warum spätere PS3-Konsolen die Funktion verloren
Mit späteren Revisionen entfernte Sony die teuren Bauteile. Beim 40-GB-Modell erklärte das Unternehmen 2007 ausdrücklich, dass PS2-Abwärtskompatibilität entfalle. In der Ankündigung des 40-GB-Modells von 2007 begründete Sony das mit einer veränderten Nachfrage und dem gewachsenen PS3-Angebot. Aus wirtschaftlicher Sicht passt dieser Schritt zur damaligen Kostensenkung: Die aufwendige PS3 musste günstiger werden, und jeder zusätzliche Chip erhöhte Material-, Kühlungs- und Fertigungskosten.
Deshalb gilt heute: Eine frühe kompatible PS3 kann ein elegantes All-in-one-System für drei Generationen sein, ist aber wegen Alter, Stromverbrauch und thermischer Belastung keine risikofreie Archivlösung. Alle späteren PS3-Modelle spielen keine PS2-Discs. Digital vertriebene PS2-Klassiker waren speziell angepasste Veröffentlichungen und machen die Konsole nicht allgemein PS2-kompatibel.

Warum die PS4 mit der Vergangenheit brach
Die PS3 basierte auf dem ungewöhnlichen Cell-Prozessor: einem zentralen Kern mit mehreren spezialisierten Recheneinheiten. Entwickler konnten damit beeindruckende Ergebnisse erzielen, mussten ihre Engines aber stark auf diese Architektur zuschneiden. Die PS4 wechselte 2013 zu einem konventionelleren AMD-System mit x86-64-Prozessor und gemeinsamem GDDR5-Speicher. Das erleichterte die Spieleentwicklung, kappte aber den direkten technischen Weg zur Vorgängergeneration.
PS3-Programme lassen sich nicht wie PC-Software einfach neu starten. Sie erwarten das besondere Timing, die Speicherstruktur und die parallelen Einheiten des Cell-Systems. Eine verlässliche Emulation hätte diesen Systemwechsel auffangen müssen. Dass Emulation grundsätzlich möglich ist, bedeutet noch nicht, dass sie auf jeder Zielhardware mit ausreichend Leistung und akzeptabler Kompatibilität angeboten werden kann. PS1-, PS2- und PS3-Discs werden von der PS4 daher nicht als Spiele ausgeführt. Sony setzte stattdessen auf Remaster, Neuportierungen, eine Auswahl emulierter PS2-Veröffentlichungen und den damaligen Streamingdienst PlayStation Now.
Diese Entscheidung war technisch nachvollziehbar, für Sammler aber ein tiefer Einschnitt. Selbst für PS1-Discs, die auf der PS3 noch spielbar waren, gab es nun keinen direkten Weg mehr. Gleichzeitig zeigte der Erfolg von Neuauflagen wie The Last of Us Remastered, dass sich beliebte ältere Titel als eigenständige Produkte erneut vermarkten ließen.
PS4 auf PS5: die Rückkehr der Abwärtskompatibilität
Bei der PS5 lagen die Voraussetzungen grundlegend anders. PS4 und PS5 verwenden AMD-Prozessoren auf x86-64-Basis und verwandte Grafiktechnologien. Sony konnte deshalb Kompatibilitätsmodi entwickeln, in denen PS4-Software eine vertraute Umgebung vorfindet. Die häufig zitierte Zahl „mehr als 99 Prozent von über 4.000 Spielen“ stammt aus Sonys PS5-Startkommunikation vom Oktober 2020. Sie ist keine neue Vollerhebung für 2026. Manche profitieren durch „Game Boost“ von stabileren oder höheren Bildraten und kürzeren Ladezeiten – sofern das jeweilige Spiel keine feste Grenze setzt.
Völlig reibungslos ist auch dieser Übergang nicht. Bestimmte Funktionen können fehlen, ältere Fehler sichtbar werden und einzelne Spiele verhalten sich anders. Die aktuelle PlayStation-Supportliste nennt beim Abruf am 22. September 2026 sechs PS4-Ausnahmen:
- Afro Samurai 2: Revenge of Kuma Volume One
- Just Deal With It!
- Robinson: The Journey
- We Sing
- Hitman Go: Definitive Edition
- Shadwen
Die Liste kann sich ändern; Demos und Anwendungen sind nicht enthalten. Prüfe vor dem Kauf die Angabe zur spielbaren Plattform im Store.
Physische PS4-Spiele benötigen eine PS5 mit Laufwerk. Die Disc dient weiterhin als Besitznachweis und muss beim Spielen eingelegt bleiben. Eine rein digitale PS5 kann sie nicht nutzen; bei Modellen mit nachrüstbarem Laufwerk muss dieses vorhanden und eingerichtet sein. Digital gekaufte PS4-Spiele lassen sich mit demselben Konto aus der Bibliothek laden. Externe USB-Laufwerke sind für PS4-Spiele praktisch, während native PS5-Spiele von internem SSD-Speicher oder einem geeigneten M.2-Laufwerk gestartet werden.
PS5 Digital Edition, Slim und Pro: Welche braucht ein Laufwerk?
Bei einer Disc-Sammlung gehört das Laufwerk zur Kaufentscheidung. Die ursprüngliche PS5 Digital Edition der CFI-1000-Baureihe lässt sich nicht mit Sonys abnehmbarem Laufwerk aufrüsten. Dieses ist für die Modellgruppen CFI-2000 und CFI-7000 vorgesehen. Dazu gehören entsprechende Slim-Modelle und die PS5 Pro; prüfe vor dem Kauf die konkrete Modellnummer. Für die Kopplung bei der Einrichtung wird Internet benötigt. Die Details stehen in Sonys Anleitung zum PS5-Disc-Laufwerk.
Die PS5 Pro erweitert die Kompatibilität nicht auf alte PS1-, PS2- oder PS3-Discs. Sony nennt für sie über 8.500 spielbare PS4-Spiele. Verbesserungen bei Auflösung oder Bildrate bleiben titelabhängig. Ein fest auf 30 Bilder pro Sekunde begrenztes Spiel wird durch mehr Leistung allein nicht automatisch zu einem 60-fps-Spiel. Wie solche Leistungsrevisionen einzuordnen sind, erklärt unser Vergleich von PS4 Pro, Xbox One X und PS5 Pro.
USB-Speicher: PS4-Spiele starten, PS5-Spiele auslagern
Eine vorhandene PS4-Spielesammlung auf kompatiblem erweitertem USB-Speicher lässt sich an der PS5 weiterverwenden. PS4-Spiele können von dort laufen. PS5-Spiele lassen sich dort lagern, müssen zum Start aber auf die interne SSD oder eine geeignete M.2-SSD zurück. Das unterscheidet Sony auf seiner Seite zu Speicherlösungen für PS4 und PS5. Installierte Dateien ersetzen dabei weder die erforderliche Disc noch eine digitale Lizenz.
PS1, PS2 und PS3 auf PS4 oder PS5: Bibliothek statt Disc
Dass im PlayStation Store alte Spiele auftauchen, bedeutet nicht, dass PS4 oder PS5 alte Datenträger lesen. Ausgewählte PS1- und PS2-Titel werden als individuell getestete, emulierte Pakete angeboten – teilweise mit höherer Auflösung, Rückspulfunktion, Schnellspeichern oder Trophäen. Andere Klassiker erscheinen als Remaster oder Remake und basieren auf neuer Software. Welche früheren Käufe für eine aktuelle Fassung berechtigen, entscheidet Sony oder der Rechteinhaber von Fall zu Fall.
PS3-Spiele stellen wegen der Cell-Architektur weiterhin den Sonderfall dar. In Deutschland bietet PlayStation Plus Premium eine Auswahl per Cloud-Streaming an; Angebot und Verfügbarkeit hängen von Region und Katalog ab. Lokal heruntergeladen und ohne Internet ausgeführt werden diese PS3-Fassungen nicht. Damit hängen Bildqualität und Reaktionszeit von Verbindung und Serverstandort ab; außerdem kann der Katalog wechseln. Für die direkte Nutzung einer eigenen PS3-Disc auf offiziell unterstützter Konsolenhardware brauchst du weiterhin eine PS3. Ein Premium-Abo wandelt diese Disc nicht in eine digitale Lizenz um.
Vor einem Abo lohnt ein konkreter Test: Suche nicht nur nach einer Reihe, sondern nach dem exakten Teil und prüfe, ob „Herunterladen“ oder „Streamen“ angeboten wird. Ein Download ist nicht automatisch ein dauerhafter Kauf. Katalogtitel können den Dienst verlassen. Über den Unterschied zwischen laufendem Zugang und langfristiger Verfügbarkeit sprechen wir auch im Beitrag über Chancen und Risiken von Live-Service-Spielen.
PS4-auf-PS5-Upgrade und Spielstände: Was wird übernommen?
Ein kostenloses oder kostenpflichtiges Upgrade von PS4 auf PS5 ist ebenfalls keine klassische Abwärtskompatibilität. Dabei erhält der Käufer eine native PS5-Version, die separat installiert wird und eigene technische Merkmale besitzen kann. Bei einem Upgrade auf Basis einer PS4-Disc bleibt diese zum Start der PS5-Fassung erforderlich. Verfügbarkeit, Preis und Spielstandimport unterscheiden sich je nach Titel. Auch Trophäenlisten und DLCs können sich unterscheiden. Laut Sonys Upgrade-Anleitung müssen bei Disc-Upgrades außerdem Spiel- und Kontoregion zusammenpassen. Über PS Plus eingelöste PS4-Spiele sind nur dann upgradeberechtigt, wenn das ausdrücklich angegeben wird.
Behalte beim Umstieg zunächst beide Fassungen und den bisherigen Spielstand. Prüfe, ob du auf der PS5 tatsächlich die PS4-Version oder schon die separate PS5-Version startest. Ein vorhandener PS4-Spielstand ist kein Beleg für einen automatischen Import in die PS5-Ausgabe. Die Übertragung zwischen Konsolen und die Konvertierung zwischen Spielversionen sind zwei verschiedene Vorgänge.
Controller und VR: Kompatible Software reicht nicht
Unterstützte PS4-Spiele lassen sich auf der PS5 mit DualSense oder DUALSHOCK 4 bedienen. Der DUALSHOCK 4 ersetzt aber keinen Controller für native PS5-Spiele. Bei Spezialgeräten wie Lenkrädern zählt die Freigabe des jeweiligen Herstellers und Spiels.
Für ursprüngliche PS-VR-Spiele auf PS5 brauchst du das ursprüngliche PS-VR-Headset, die PS4-Kamera und einen passenden Kameraadapter. Die HD-Kamera der PS5 ist kein Ersatz. Prüfe gerade bei Gebrauchtsets, ob alle Teile beiliegen; aus älteren Hinweisen auf kostenlose Adapter folgt keine heutige Lieferzusage. Sony erläutert den Aufbau in der PS-VR-Einrichtungshilfe.
Auch ein neueres Headset löst das Problem nicht: PS VR2 spielt keine ursprünglichen PS-VR-Spiele. Eine gesonderte PS-VR2-Version ist etwas anderes. Bei VR solltest du deshalb immer das komplette System betrachten, nicht nur den Namen auf der Spielehülle.
Welche Konsole eignet sich für welche Sammlung?
- PS1-Sammlung: Eine PS2 oder PS3 ist für viele Titel bequem, das Original bleibt für maximale Authentizität und problematische Ausnahmen die sicherste Wahl.
- PS2-Sammlung: Eine PS2 ist am zuverlässigsten. Bei einer PS3 muss vor dem Kauf zwingend die CECH-Nummer geprüft werden.
- PS3-Sammlung: Discs benötigen eine PS3. Streaming auf PS4 oder PS5 ersetzt nur eine wechselnde Auswahl und keinen eigenen Bestand.
- PS4-Sammlung: Eine PS5 mit Laufwerk ist für nahezu alle physischen Spiele der beste moderne Ersatz und bietet häufig bessere Performance.
- PS5-Sammlung: PS5-Spiele laufen nicht auf PS4. Bei Cross-Gen-Titeln existieren getrennte Fassungen.
Alte PlayStation-Spiele nutzen: Die Checkliste vor dem Kauf
- Spiel genau bestimmen: Notiere Generation, Region und Edition. Ein identischer Titel kann mehrere technisch unterschiedliche Veröffentlichungen bezeichnen.
- Besitzform klären: Liegt eine Disc, ein eigener digitaler Kauf oder nur ein Abo-Zugang vor? Suche die passende Variante, nicht bloß irgendeinen Store-Eintrag.
- Konsole identifizieren: Bei PS3 zählt die CECH-Nummer, bei PS5 zusätzlich das vorhandene oder unterstützte Laufwerk.
- Spielstand ausprobieren: Prüfe Laden und Speichern, bevor du die bisherige Hardware abgibst. Notiere bei einem Upgrade den vorgesehenen Importweg.
- Zubehör vollständig prüfen: Kamera, Adapter, Controller und Memory Cards können darüber entscheiden, ob ein technisch kompatibles Spiel tatsächlich nutzbar ist.
- Bildausgabe planen: Bei PS1 und PS2 gehört der Anschluss an den Fernseher zum Setup. Unser Ratgeber zu CRT, modernen Fernsehern und Upscalern hilft bei der Einordnung.
- Lieblingstitel vorführen lassen: Ein kurzes Startlogo ersetzt keine Spielszene mit Ton und funktionierenden Eingaben. Bitte bei Gebrauchtgeräten um einen nachvollziehbaren Funktionstest.
Die sinnvollste Reihenfolge ist damit: erst die Sammlung prüfen, dann die Konsole aussuchen. Wer zehn bestimmte PS2-Spiele weiterspielen möchte, braucht eine Lösung für diese zehn Titel – nicht das größte Kompatibilitätsversprechen auf dem Karton. Für den PC behandelt unser Überblick zum besten Emulator für Retro-Gaming einen anderen Weg. Dessen Voraussetzungen sind getrennt von Sonys offizieller Konsolenunterstützung zu betrachten.
Fazit: PS5 ersetzt die PS4, aber kein vollständiges PlayStation-Archiv
Sonys Kurs war weniger sprunghaft, als er rückblickend wirkt. Die PS2 erbte genügend Technik, um PS1-Kompatibilität als Verkaufsargument zu nutzen. Die PS3 trug den Vorgänger anfangs teuer in sich und verlor ihn bei der Kostensenkung. Die PS4 setzte für entwicklerfreundlichere Hardware einen klaren Schnitt. Bei der PS5 machten die verwandte Architektur und eine riesige digitale PS4-Bibliothek Abwärtskompatibilität wieder strategisch notwendig.
Für Bewahrung ist das Ergebnis dennoch unvollständig. Emulation kann alte Programme technisch retten, doch Lizenzen, Musikrechte, Markenverträge und abgeschaltete Server entscheiden mit darüber, was angeboten werden darf. Wer Klassiker langfristig besitzen und ohne Katalogwechsel spielen möchte, sollte Originalhardware, Datenträger und funktionierende Speicherlösungen erhalten. Komfortabel ist die PS5 vor allem als Fortsetzung der PS4 – nicht als Universalmaschine für 30 Jahre PlayStation-Geschichte.
FAQ zur PlayStation-Abwärtskompatibilität
Kann die PS5 PS1-, PS2- oder PS3-Discs abspielen?
Nein. Auch eine PS5 mit Laufwerk führt diese Original-Discs nicht aus. Ausgewählte Klassiker sind als digitale Neuveröffentlichung oder, bei PS3-Spielen, per Cloud-Streaming verfügbar.
Welche PS3 spielt PS2-Spiele von Disc?
Nur bestimmte frühe Modelle. Sony nennt unter anderem CECHC02, CECHC03, CECHC04 und CECHC08 für Europa, Australien und Neuseeland sowie CECHA01, CECHB01 und CECHE01 für Nordamerika. Region und einzelner Titel bleiben zu prüfen. Slim und Super Slim unterstützen keine PS2-Discs.
Kann ich PS1-Spielstände auf einer PS2-Memory-Card speichern?
Nicht direkt im PS1-Spiel. Auf der PS2 kannst du PS1-Spielstände zur Aufbewahrung auf eine PS2-Karte kopieren. Zum Laden und Weiterspielen musst du sie auf eine PS1-Memory-Card zurückkopieren.
Ist ein PS5-Upgrade dasselbe wie Abwärtskompatibilität?
Nein. Abwärtskompatibilität führt die PS4-Fassung auf PS5 aus. Ein Upgrade stellt eine separate PS5-Version bereit. Kosten, Spielstandimport und Zusatzinhalte hängen vom Angebot ab.
Muss die PS4-Disc nach einem PS5-Upgrade eingelegt bleiben?
Ja, wenn das Upgrade auf dieser Disc basiert. Sie dient auch beim Start der heruntergeladenen PS5-Version als Nachweis. Ohne geeignetes Laufwerk lässt sich dieses Disc-Upgrade nicht nutzen.
Spielt PS VR2 die Spiele der ersten PlayStation VR?
Nein. Ursprüngliche PS-VR-Spiele sind nicht mit PS VR2 kompatibel. Für eine Veröffentlichung speziell für PS VR2 gelten die Angaben dieser eigenen Version.
Quellen, Prüfumfang und redaktioneller Stand
Stand: 22. September 2026. Die Modellangaben und Nutzungsvoraussetzungen wurden mit den direkt verlinkten Sony-Handbüchern und PlayStation-Supportseiten abgeglichen. Die Tabelle beschreibt offizielle Unterstützung unveränderter Konsolen, keinen eigenen Volltest sämtlicher Spiele. Regionale Fassungen, Zubehör, Firmware und Katalogangebote können zu Abweichungen führen. Die historische 99-Prozent-Angabe bezieht sich auf Sonys Kommunikation zum PS5-Start 2020; für aktuelle Kaufentscheidungen zählt die jeweilige Produkt- und Supportseite.
Die vorhandenen redaktionellen Abbildungen sind KI-generierte Symbolbilder. Sie zeigen keine maßstabsgetreue Modellübersicht und dokumentieren keinen Hardwaretest.
