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Konsolendatenbank

Sony PlayStation Vita

Sony PlayStation Vita mit integrierter Steuerung auf einem dunklen Holztisch vor dezent beleuchtetem Hintergrund
KI-gestaltete Darstellung der Originalbauform mit integrierter Steuerung in einer einheitlichen Tischszene; keine historische Produktaufnahme.

Sonys zweite große Handheld-Plattform

Die PlayStation Vita erschien 2011 in Japan und 2012 in Europa sowie Nordamerika. Sie folgte auf die PSP, übernahm aber nicht einfach deren Gehäuse und ergänzte etwas mehr Leistung. Sony entwarf ein neues tragbares System mit zwei Analogsticks, Berührungseingabe und einem besonders auffälligen Bildschirm. Das ursprüngliche Modell der PCH-1000-Familie verbindet ein schwarzes Gehäuse mit einem OLED-Display. In der Hand wirkt die Vita wie eine konsequente Weiterentwicklung der Idee, umfangreiche PlayStation-Spiele unabhängig vom Wohnzimmerbildschirm erleben zu können.

Der Markt hatte sich seit der PSP stark verändert. Smartphones waren zu einer alltäglichen Spieleplattform geworden, während Nintendo mit dem 3DS auf eigene Marken und besondere Hardwarefunktionen setzte. Die Vita musste deshalb einen Grund liefern, ein zusätzliches Gerät mitzunehmen. Ihr Ansatz bestand in präzisen Bedienelementen, technisch anspruchsvollen Spielen und einer Verbindung zum übrigen PlayStation-Angebot. Diese Kombination macht sie historisch interessant, auch wenn ihre Rolle im Gesamtmarkt deutlich kleiner blieb als die mancher konkurrierender Handhelds.

OLED-Bildschirm und integrierte Steuerung

Das ursprüngliche Vita-Modell besitzt einen fünf Zoll großen OLED-Bildschirm mit 960 mal 544 Bildpunkten. Die kräftige Darstellung und die dunklen Schwarztöne gehören zu seinen bekanntesten Merkmalen. Der Bildschirm reagiert auf Berührungen, sodass Menüs und geeignete Spiele direkt bedient werden können. Anders als bei älteren Systemen mit einem rein zusätzlichen Touchfeld liegt die berührungsempfindliche Fläche unmittelbar auf dem Hauptbildschirm. Klassische Tasten und Berührung sind damit unterschiedliche Eingabemöglichkeiten auf demselben Gerät.

Zwei Analogsticks sind ein wichtiger Fortschritt gegenüber der PSP. Bewegung und Kameraführung lassen sich dadurch ähnlich aufteilen wie bei vielen stationären Spielen. Steuerkreuz, Symboltasten und Schultertasten bleiben ebenfalls vorhanden. Sony ergänzte ein rückseitiges Touchpad, Bewegungssensoren und Kameras. Diese Ausstattung eröffnete kreative Möglichkeiten, verlangte aber auch passende Spielideen. Nicht jedes Spiel verwendet jede Eingabeart, und manche Titel lassen sich überwiegend klassisch steuern. Der Umfang der Hardware ist daher von ihrer tatsächlichen Nutzung im jeweiligen Spiel zu unterscheiden.

Spielkarten statt UMD

Die Vita verwendet eigene Spielkarten und verzichtet auf das optische UMD-Laufwerk der PSP. Dadurch entfallen die typischen mechanischen Laufwerksgeräusche des Vorgängers. Physische PSP-UMDs lassen sich nicht in die Vita einsetzen. Die Möglichkeit, bestimmte ältere Spiele in digitaler Form zu nutzen, ist eine separate Frage und hängt von Veröffentlichung, Kompatibilität und den verfügbaren Kontoinhalten ab. Eine allgemeine Aussage, die Vita spiele sämtliche PSP-Spiele, wäre deshalb irreführend. Für vorhandene UMD-Sammlungen bleibt die ursprüngliche PSP relevant.

Für zusätzlichen Speicher setzte Sony bei der Vita auf ein eigenes Speicherkartenformat. Eine gewöhnliche SD- oder microSD-Karte ist im unveränderten Originalgerät kein direkter Ersatz. Besonders beim ersten Modell sollte man Spielkarte und Speicherkarte nicht verwechseln: Beide haben unterschiedliche Aufgaben. Downloads, Medien und viele Spielstände benötigen geeigneten Speicher. Die später erschienene PCH-2000-Familie ergänzt internen Speicher, unterscheidet sich aber auch an anderen Stellen. Für eine passende Bedienungsanleitung ist deshalb die genaue Modellfamilie wichtig und nicht nur der Name PS Vita.

Leistung und Benutzeroberfläche

Die technische Grundlage verbindet eine mehrkernige ARM-CPU mit einer leistungsfähigen mobilen Grafikarchitektur. Sony nutzte diese Ausstattung für Spiele mit frei beweglicher Kamera, detailreichen Figuren und größeren dreidimensionalen Umgebungen. Dennoch bleibt die Vita eine mobile Konsole mit eigener Leistungsgrenze. Ein Spiel aus einer bekannten PlayStation-Reihe kann speziell für sie entwickelt worden sein und ist dann nicht einfach dieselbe Fassung wie auf PS3 oder PS4. Bildschirmgröße, Energieverbrauch und Eingabegeräte beeinflussen Gestaltung und Umfang.

Die Benutzeroberfläche verwendet sogenannte LiveArea-Bereiche für einzelne Anwendungen. Spiele erscheinen als Symbole, die zu ihren jeweiligen Startbereichen führen. Das unterscheidet die Vita sichtbar von der XMB der PSP und PS3. Systemfunktionen, Einstellungen und Medienangebote sind in die berührungsorientierte Oberfläche eingebunden. Welche Zusatzdienste heute noch nutzbar sind, ist getrennt von den ursprünglichen Fähigkeiten zu betrachten. Ein historisches Menü kann auf Angebote verweisen, deren Verfügbarkeit sich später verändert hat; vorhandene lokale Spiele bleiben davon grundsätzlich als eigene Nutzungskategorie zu unterscheiden.

Eigenständige Spiele und ungewöhnliche Ideen

Uncharted: Golden Abyss zeigte früh, wie eine bekannte Abenteuerreihe auf der Vita aussehen konnte. Gravity Rush machte die Veränderung der Schwerkraft zum zentralen Spielprinzip und gab dem Handheld eine besonders eigenständige Veröffentlichung. Tearaway nutzte die verschiedenen Eingabemöglichkeiten für eine Welt aus Papierformen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Sonys Handheld nicht ausschließlich von Umsetzungen lebte. Einige seiner interessantesten Spiele wurden gerade um die Besonderheiten des Geräts herum entwickelt und verlieren bei einer rein technischen Betrachtung einen Teil ihrer Bedeutung.

Persona 4 Golden, Wipeout 2048 und zahlreiche kleinere Produktionen erweiterten das Profil. Rollenspiele, visuelle Romane, Rhythmusspiele und unabhängig entwickelte Titel fanden auf der Vita ein passendes Umfeld. Die Bibliothek entwickelte sich dabei regional unterschiedlich. Japanische Veröffentlichungen und westliche Ladenregale vermitteln deshalb nicht immer dasselbe Bild der Plattform. Für Sammler ist diese Vielfalt interessant, verlangt aber Aufmerksamkeit bei Sprache, Zusatzinhalten und Kontozuordnung. Eine Spielkarte kann unabhängig von ihrem Erscheinungsland reizvoll sein, ohne dass damit automatisch jede gewünschte Sprachfassung enthalten ist.

Remote Play und die Grenzen der Verbindung

Remote Play verbindet die Vita mit unterstützten PlayStation-Systemen und überträgt ein Spielbild auf den Handheld. Besonders die Verbindung mit der PS4 wurde zu einem bekannten Einsatzgebiet. Dabei berechnet weiterhin die stationäre Konsole das eigentliche Spiel; die Vita empfängt das Bild und sendet Eingaben zurück. Sie wird durch diese Funktion nicht zu einer eigenständigen PS4. Verbindungsqualität, Spielunterstützung und die Übertragung zusätzlicher Tasten auf Touchflächen beeinflussen, wie angenehm sich ein Titel auf diese Weise bedienen lässt.

Die spätere Vita der PCH-2000-Familie ist schlanker, verwendet einen LCD-Bildschirm und einen anderen Ladeanschluss. Das ursprüngliche OLED-Modell bleibt deshalb eine klar erkennbare Variante mit eigenen Eigenschaften. Zur frühen Familie gehörten außerdem Ausführungen mit zusätzlicher Mobilfunktechnik; nicht jede Vita besitzt diese Funktion. Heute steht das Gerät für einen ambitionierten Versuch, hochwertige tragbare Spiele, vielfältige Eingaben und die Verbindung zur Heimkonsole zusammenzuführen. Gerade die eigenständigen Titel und die zwei Analogsticks geben ihm innerhalb der Handheldgeschichte ein unverwechselbares Profil.

Häufige Fragen zu Sony PlayStation Vita

1. Wann erschien die PS Vita in Europa?

Die europäische Einführung erfolgte 2012. In Japan war die Vita bereits 2011 erhältlich.

2. Hat jede PS Vita einen OLED-Bildschirm?

Nein. Die ursprüngliche PCH-1000-Familie verwendet OLED, die spätere PCH-2000-Familie einen LCD-Bildschirm.

3. Kann die Vita PSP-UMDs lesen?

Nein. Sie besitzt kein UMD-Laufwerk. Die Nutzung ausgewählter digitaler PSP-Spiele ist davon getrennt zu betrachten.

4. Funktionieren normale SD-Karten in einer unveränderten Vita?

Nein. Sony verwendete ein eigenes Speicherkartenformat. Spielkarten und Speicherkarten erfüllen zudem unterschiedliche Aufgaben.

5. Macht Remote Play die Vita zu einer tragbaren PS4?

Die PS4 berechnet das Spiel weiterhin. Die Vita überträgt Eingaben und empfängt das Bild; Verbindung und Spielunterstützung bestimmen das Ergebnis.

Originaldokumente

Bedienungsanleitung Sony PlayStation Vita

Eine passende Bedienungsanleitung für Sony PlayStation Vita ist derzeit noch nicht als PDF verfügbar.

Eine eindeutig passende Originalanleitung konnte bisher nicht zugeordnet werden.

Anschlüsse und Netzteilangaben immer mit der Modellnummer des eigenen Geräts abgleichen.

Zeitdokument

Deutsche TV-Werbung

PS Vita – deutscher TV-Spot zu Uncharted: Golden Abyss

Historischen Werbespot ansehen

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Veröffentlichung von Inside PlayStation. Deutscher TV-Spot für Uncharted: Golden Abyss auf PS Vita; Spielewerbung zur Plattform.

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Quellen und weiterführende Informationen