Body Count ist ein schneller Gallery-Shooter von Probe Software, der das Mega Drive in einen digitalen Schießstand verwandelt. Aus der Ego-Perspektive wird ein Fadenkreuz über feste Bildschirme bewegt, während Gegner aus Fenstern, Deckungen und Fahrzeugen auftauchen. Spielbar ist die Kampagne mit Controller, Sega Mouse oder Menacer – allein oder zu zweit.
Darum geht es
Eine außerirdische Invasion überzieht die Erde mit bewaffneten Truppen und biomechanischen Gegnern. Die Handlung bleibt bewusst knapp: Jeder Bildschirm ist eine Feuerzone, die vollständig gesäubert werden muss, bevor das Spiel automatisch zum nächsten Abschnitt weiterzieht.
Spielmechanik und Steuerung
Der Spieler bewegt nur das Fadenkreuz, nicht die Figur. Gegner besitzen unterschiedliche Trefferpunkte und Angriffsfenster; zerstörbare Objekte können Munition, Energie oder großflächige Spezialangriffe freigeben. Im Koop teilen sich zwei Zielkreuze den Bildschirm und können Prioritäten aufteilen.
Technik, Grafik und Sound
Große Sprites, flackernde Trefferanimationen und zahlreiche zerstörbare Elemente erzeugen ein arcadiges Tempo. Der Menacer vermittelt das direkteste Lightgun-Gefühl, während Sega Mouse und Controller präziser, aber weniger körperlich spielen. Dominic Glynns Musik und harte Schusseffekte unterstreichen den Dauerbeschuss.
Historische Einordnung
Body Count erschien spät in der Mega-Drive-Ära und blieb regional ungewöhnlich verteilt: Europa und Brasilien erhielten Module, Nordamerika vor allem eine Sega-Channel-Veröffentlichung. Dadurch zählt es zu den weniger bekannten Zubehörspielen der Konsole.
Level und Endgegner
- 1. Mission 1 – Stadtrand: Erste Angriffswellen erklären Zielwechsel, Nachladen und zerstörbare Deckungen. Ein großer gepanzerter Angreifer bildet den Bossabschluss.
- 2. Mission 2 – Innenstadt: Gegner erscheinen schneller aus Fenstern, Fahrzeugen und Barrikaden. Der Boss verlangt konzentriertes Feuer auf verwundbare Bereiche.
- 3. Mission 3 – Industriezone: Maschinen, Rohre und eng gestaffelte Gegnerwellen erhöhen die Projektilldichte; ein schweres außerirdisches Kampfgerät beendet die Mission.
- 4. Mission 4 – Militärkomplex: Widerstandsfähige Soldaten und technische Einheiten zwingen zum priorisierten Ausschalten. Der Boss kombiniert mehrere Angriffsmuster.
- 5. Mission 5 – Alien-Stützpunkt: Die finale Strecke bündelt die schnellsten Wellen und stärksten Gegner. Am Ende wartet der zentrale Invasionsboss; danach ist die Kampagne abgeschlossen.
Fassungsvergleich
Body Count: Port- & Fassungs-Kompass
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Original, Umsetzungen und Sammlungsfassungen auf einen Blick.
1994
Sega Mega Drive (Europa)
- Physische PAL-Modulfassung mit Menacer-, Maus- und Controller-Steuerung
1994
Sega Genesis (Nordamerika)
- Über den Sega Channel angeboten
- keine reguläre US-Handelsmodulauflage
1995
Tec Toy (Brasilien)
- Regionale Mega-Drive-Modulfassung
Body Count Gameplay Video
Häufige Fragen zu Body Count
Wie viele Level hat Body Count auf dem Sega Mega Drive?
Die Kampagne umfasst fünf Missionen. Jede Mission besteht aus mehreren festen Kampfbildschirmen und endet mit einem Boss.
Unterstützt Body Count den Sega Menacer?
Ja. Neben dem Standardcontroller werden Menacer und Sega Mouse unterstützt.
Kann man Body Count zu zweit spielen?
Ja. Zwei Spieler können gleichzeitig kooperativ auf demselben Bildschirm zielen und schießen.
Gab es Body Count in Nordamerika als Modul?
Die nordamerikanische Genesis-Version wurde vor allem über den Sega Channel vertrieben; eine reguläre US-Handelsmodulauflage ist nicht die übliche Fassung.
Regionale Veröffentlichungen
Europa
Am 1. Juli 1994 als PAL-Modul für das Sega Mega Drive veröffentlicht. Diese Fassung bildet die wichtigste physische Handelsausgabe.
Nordamerika
1994 für Sega Genesis über den Sega Channel angeboten. Dadurch unterscheidet sich die Verfügbarkeit deutlich von Europa.
Brasilien
Von Tec Toy für den brasilianischen Mega-Drive-Markt veröffentlicht; Verpackung und regionale Kennzeichnung wurden angepasst.